Verfasst am 02.04.2009 17:28:24 Uhr Fritz-Gerhard weg :-((
Der Fritz ist nicht von seinem Nachtausflug nach Hause gekommen. Verdammt, ich mach mir Sorgen ! Das ist sein erster Frühling draußen, heute ist der erste richtige Frühlingstag. Hoffentlich hoffentlich ist ihm nichts passiert... 
Verfasst am 16.03.2009 14:23:50 Uhr Von (Irr-)Welten und Katzen...
Wir sind komisch drauf in letzter Zeit. Nicht wirklich schlecht, aber so richtig gut auch nich. Irgendwie komisch.
Das schlägt sich im übrigen auch in unserem Kleidungsstil nieder - nix paßt zusammen. Aber schließlich heißt es ja, die Kleidung solle die Persönlichkeit das Trägers ausdrücken. Nun - das tut sie... Mit meiner Haarfarbe bin ich ausgesprochen zufrieden. Orange ist neben Grün meine Lieblingsfarbe - ein bißchen was Farbiges in all diesem matschigen Grau, das sich "mein Leben" nennt. Muß demnächst mal fragen, ob ich die SSRI höher dosieren kann. Die Stimmungsschwankungen sind stärker und wenn die Wirkung der Beruhigungstabletten nachläßt, dann seh ich alles nur noch - nein, nicht schwarz - grau ! Wahrscheinlich ist das schlimmste der "Monster" gar nicht Todies "Traurigkeitsmonster, sondern dieses schrecklich konturlose "Graumonster"... Vormittags und am frühen Nachmittag bin ich meist noch recht gut drauf, relativ optimistisch. Da gibt's dann sogar Phasen, in denen ich fast entspannt bin und der "Nebel" so wenig dicht ist, wie seit Monaten nicht mehr. Fühlt sich ausgesprochen gut an Aber wenn dann am späten Nachmittag/frühen Abend die Pillenwirkung komplett weg ist, dann ist wieder alles dicht, alles öde, alles monoton und sinnlos. Eben grau. Ekelhaft. Mir fehlt der Antrieb, mir fehlen die Ziele. Um nicht völlig von diesem grauenhaften Grau aufgefressen zu werden, lese ich soviel wie möglich und genieße nebenher ausgiebig mein erheblich farbigeres Leben im so nahen und doch so weit entfernten Innen. Obwohl, was heißt "nebenher" - eigentlich spielt sich der Hauptteil meines Lebens innen ab und die "Realität" läuft nebenher. Nicht schlimm. Muß wohl so sein. Die Tag- und Nachtträume fühlen sich realer an als die "Realität".
Manchmal fragen wir uns, ob's nicht besser wäre, so richtig irre zu werden. Also nicht mehr zwischen "Realität" und Phantasie unterscheiden zu können. Komplett in der "anderen Welt" aufzugehen, jeglichen noch so dünnen Faden, der uns an die Realität bindet, zu verlieren. Wäre das so schlimm ? Klar, wir wären überhaupt nicht mehr lebensfähig. Man würde uns irgendwo einweisen, wir würden den Rest der Lebenszeit, die unser Körper zuläßt, in irgendeiner Einrichtung verbringen. Niemand würde uns erreichen und wir würden niemanden erreichen. Zum Teil ist das ja jetzt schon so. Also warum nicht ? In dieser Einrichtung wäre der Körper versorgt, wir müßten uns um nichts Gedanken machen. Da dann mit uns eh nix mehr anzufangen wäre, könnte man uns auch den ganzen Tag lesen lassen. Vielleicht irgendwas lernen. Was völlig sinnloses, was nicht dazu da ist, um im Leben besser klarzukommen: die arme Irre, die nichts mehr peilt, aber Polnisch lernt und Keyboard spielen. Da sie eh nichts mehr mitkriegt, kann man sie auch einfach lassen. Soll sie die Jahre, die sie noch hat, glücklich in ihrer geistigen Umnachtung verbringen. Ja. Klingt doch gar nicht so schlecht, wenn's denn so laufen würde. Das dumme daran ist nur, daß mein Hirn offensichtlich nicht ansatzweise bereit ist, mich völlig aus der Realität rauszuschmeißen. Wahrscheinlich besteht bei mir keine genetische Disposition zur Entwicklung einer ausgereiften Psychose. Schade... Oder doch nicht ? Hmm.
Naja, also...es gibt ja auch schöne Dinge in der Realität. Will doch mal zur Abwechslung was positives schreiben. Außer meiner Innenwelt gibt's da noch eine Welt innerhalb der Realität, die anders ist: die Welt meines Fritztiers Manchmal zieht er mich in seine Welt und dann ist alles viel friedlicher als in der menschlichen Außenwelt. Manchmal gehe ich mit ihm zusammen auf Entdeckungstour. Und manchmal lasse ich mich von seiner Neugier anstecken, fühle mich abenteuerlustig wie als Kind. Versuche mir vorzustellen, wie die Welt für eine Katze aussieht. Gut, die Gerüche gehen völlig an mir vorbei. Aber da sind ja noch andere Sachen, die ich wahrnehmen kann. Bäume. So hoch. Was da wohl oben ist. Auf manche kann man klettern. Oder raufspringen. Zum Kratzen eignen sie sich. Wenn man auf einem Ast sitzt, hat man einen guten und gleichzeitig geschützten Aussichtsplatz. Man kann die komischen Vierbeiner mit den Menschen beobachten. Es ist nicht ganz klar, ob diese Vierbeiner gefährlich sind oder nicht. Manche rennen einem hinterher und bellen furchtbar laut. Manche gucken nur und sind ruhig. Wenn man sich trauen würde, könnte man mal näher an die rangehen und schnuppern, was das eigentlich für welche sind. Aber besser, man hat immer einen Busch oder eine Lücke im Haus hinter sich, um sich im Notfall zurückziehen zu können und aus sicherer Entfernung zu gucken. Es gibt noch eine Menge anderer Dinge zu sehen und zu begutachten. Es gibt Treppen, Podeste, steinerne Begrenzungen, Zäune, hinter die einem der menschliche Begleiter oftmals nicht folgt, Baustellen mit herrlich vielen Ecken zum Verstecken, großen, kleinen, mittleren, rundlichen, eckigen u.a. Steinen, über die man balancieren kann - schnell, langsam, hüpfend, rennend, schleichend uuuund...
In der Nähe der Wohnung gibt es einen Berg, da kann man hochlaufen und hat dann einen guten Ausblick und beim Runterrennen hat man soviel Schwung, daß man gleich den nächsten Baum zur Hälfte hochhechten kann.
Es gibt harten Straßenboden, Kiesboden, häßlichen lockeren Sandboden, in dem man einsinkt, unebenen Rasenboden, festen Sandboden, auf dem sich's gut gehen läßt, ekliger Matschboden, der die Pfoten dreckig macht und und und...
Dann gibt's da viele Sachen, vor denen man sich in Acht nehmen muß: da wäre zuerst natürlich die Nachbarskatze, die total langweilig ist und überhaupt keinen Spaß versteht, Marder, die erst wegrennen, damit man sie fangen kann, und dann ziemlich böse beißen können, die Fahrzeuge, die so häßliche laute Geräusche machen, vor denen man aber auf Rasen oder hinter/unter parkenden Fahrzeugen sicher ist, komische surrende Fahrzeuge, die nicht so groß und so laut sind, aber ziemlich schnell daherkommen können, meist mit einem Menschen drauf, Menschen, die einen manchmal rufen, diese anderen nervigen Vierbeiner, die immer bei den Menschen laufen... naja, jedenfalls genug, um immer auf der Hut zu sein.
Zu den besonders spannenden Dingen gehören Vögel. Mit denen läßt sich's aber nicht gut spielen - erst machen die einen Heidenlärm und wenn man dann draufzuhält, sind sie weg, bevor man richtig angefangen hat, zu jagen. Bringt nichts. Interessant sind auch diese komischen Wesen, die unter der Erde wohnen. Die kann man belauern, wenn sich die Erde bewegt. Gibt natürlich noch viele viele andere spannende Sachen, verschiedene Gerüche von unterschiedlichen Pflanzen, Tieren, Menschen und Fahrzeugen, undefinierbare, hinweisende, berauschende, warnende, leckere...
Also, ich wollte damit nur mal einen Ausschnitt aus der Welt einer Katze wie sie bei mir ankommt, zeigen. Ich bin nicht die einzige, die in einer Parallelwelt lebt. Tiere tun das auch. Das wird Menschen meist nur nicht so bewußt. Die "objektive" Realität ist ganz anders, interpretiert von jemandem, der ganz andere Prioritäten setzt als "der Mensch". Wen interessieren schon Bücher, Fernseher, Kleidung, Saubermachen und ähnliches, wenn man an einer Hausecke steht, an der noch ganz frisch die Duftmarke von Nachbars Katze hängt...
Der abenteuerliche Teil der Fritzwelt ist nur einer. Der andere ist der, in den ich mich am liebsten mit hineinziehen lasse. Das ist der Teil der Welt, der unendlich friedlich ist. Wenn das kuschelweiche Pelztier müde vom Alltag eines Haus- und Straßentigers ist, und sich mit einer Selbstverständlichkeit seinen Schlafplatz auf meinem Schoß sucht, dann habe ich manchmal das Gefühl, als wäre das wirklich selbstverständlich. Als müßte das so sein und nicht anders. Und wenn nach zwanzig Minuten meine Hand und dem Köpfchen meines Raubtiers eingeschlafen ist, wage ich trotzdem nicht, sie wegzuziehen. Es ist diese Selbstverständlichkeit, mit der mein Katzentier davon ausgeht, daß es in absoluter Sicherheit und Ruhe ist. Hab dann das Gefühl, wenn ich seine Ruhe störe, zerstöre ich diese Selbstverständlichkeit, das Vertrauen, das dadrin liegt. Diese Geborgenheit, diesen unendlichen Frieden. Genau das ist Frieden ! Genau das ist Zuhause ! Und genau das ist Vertrauen. Unumstößlich. Zwingend. Das Vertrauen zwingt mich, es nicht zu brechen. Ich lasse mich zwingen. Aber es ist ein schöner Zwang. Zum Dank färbt der Frieden auf mich ab. Für eine gewisse Zeitspanne ist es, als wäre wirklich alles gut. Alles so, wie es sein sollte. Alle Dinge und Besorgungen, die man tun oder lassen sollte - alles ist unwichtig. Es spielt einfach keine Rolle. Einfach nur unendlicher, zwingender Frieden... *lächel*
Hm. Nu hab ich ja so allerhand Gedanken aufgeschrieben, aber gar nichts von meinem neuen Job erzählt. Naja, morgen oder übermorgen ist auch noch ausreichend. Die Realität läuft ja sowieso nur "nebenher", da setzen wir eben auch beim Tagebuch schreiben andere Prioritäten...
Bis mal wieder ! 
Verfasst am 09.03.2009 12:32:50 Uhr Notnagel wirkt nicht
Linker Unterarm.
Sonnabend abend.
Die Wirkung war nicht ansatzweise wie erhofft, der Kick, der Antrieb ist ausgeblieben. Also quäln wir uns weiter mit schwachen unzureichenden Aktionen durch unsere Dreckbude, so desorientiert wie immer. Wenigstens können wir noch ein paar Tage mit dem morbiden Vergnügen leben, daß es unter dem Ärmel vor sich hinsifft, während keiner was mitkriegt.
Alles schön...
Verfasst am 03.03.2009 13:54:20 Uhr Früüüüühling ))
Hihi ham wir die Haare orange gefärbt ! Das sieht total cool aus und kriegt man immer gute Laune, wenn in Spiegel guckt
Und is Frühling und die Sonne scheint und kriegen wir total gute Laune hihi 
*wink*
Verfasst am 19.02.2009 14:43:21 Uhr Bücher
Kultkitsch, für den Fall, daß jemand, der hier liest, auch so drauf steht wie ich :
"Angélique" - der Roman Die Twilight-Serie
Und wo ich schon bei Buchempfehlungen bin, unbedingt noch ein Sachbuch, das auch in die Kategorie "Muß man gelesen haben" fällt:
"Wahnsinn mit Methode"
Inhalt
Die Bankenkrise, die sich zu einer neuen Weltwirtschaftskrise auswächst, ist ein Thema, das uns alle angeht. Sahra Wagenknecht diskutiert in ihrem neuen Buch "Wahnsinn mit Methode" den globalen Finanzcrash, den man in Fachkreisen schon lange vorausgesehen hat, und entwirft Entwicklungsperspektiven. Sie analysiert die Funktionsweise der internationalen Finanzmärkte und erklärt, weshalb die globalen Finanzjongleure allein die Krise nicht mehr in den Griff bekommen können. Wagenknecht zeigt, welche Auswege sich durch eine undogmatische, marxistisch geprägte Denkweise auftun können. Ein Buch von höchster Aktualität und Brisanz.
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